ירושלים – Jerusalem – Teil 2

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Morgens in aller Frühe ist die Jerusalemer Altstadt leer. Die Ladenlokale sind geschlossen und die Gassen gehören jetzt den unzähligen Katzen der Heiligen Stadt. Diese halten sich tagsüber lieber bedeckt und meiden den Trubel der Menschenmassen. Nachts jedoch stört sie niemand und in Pulks bevölkern sie Plätze und Straßen. Auseinander streben sie nur, wenn eine der zahlreichen Patrouillen der Grenzpolizei vorbei schlendert. Ist es dunkel und ist die Jerusalemer Altstadt leer, dann kann sie durchaus einen unheimlichen Eindruck hinterlassen. Man fühlt sich auf einmal nicht mehr sicher. Doch diese Sorge ist vollkommen unbegründet.

Was man auf den ersten Blick nicht bemerkt: Die gesamte Altstadt wird von unzähligen Kameras im Blick gehalten. Diese sind teilweise so gut versteckt, dass man schon genau hinschauen muss, um sie überhaupt zu entdecken. Deshalb mag man sich in den dunklen Stunden im Gassengewirr vielleicht allein und unwohl fühlen. Unbeobachtet ist man zu keinem Zeitpunkt. Dass die Kameraüberwachung jedoch auch tote Winkel hat, musste ich vor einigen Jahren am eigenen Leib erfahren. Ich betrat die Altstadt durch das Zionstor und befand mich dort also im jüdischen Viertel. In der Nähe liegt der Cardo Maximus. Dabei handelt es sich um die ehemalige Hauptmagistrale des römischen (Aelia Capitolina) und byzantinischen Jerusalem, die an dieser Stelle teilweise freigelegt wurde. Oberhalb der Ausgrabungsstelle wurde ich wie aus heiterem Himmel von drei Palästinensern bedrängt. Einer hielt mir zur Ablenkung Postkarten ins Gesicht, die er unbedingt verkaufen wollte. Ein anderer schirmte die Szenerie ab. Der dritte Kerl nestelte mir am Hintern rum und suchte meine Brieftasche. Diese hatte ich jedoch in einer der vorderen Taschen und fest in meinem Griff, da ich sofort realisierte, was die Typen wirklich wollten.

Das Leben erwacht früh morgens langsam in der Jerusalemer Altstadt. Vorher tummeln sich unzählige Katzen in den Gassen. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Fast jeder Winkel ist hier kameraüberwacht (Foto: B. Glumm)

Das Leben erwacht früh morgens langsam in der Jerusalemer Altstadt. Vorher tummeln sich unzählige Katzen in den Gassen. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Fast jeder Winkel ist hier kameraüberwacht (Foto: B. Glumm)

Langsam bewegte ich mich die Straße entlang, die drei Taschendiebe ließen dabei nicht locker. Nach einigen Metern verschwanden sie wie von der Tarantel gestochen zurück in Richtung Zionstor. Ein israelischer Polizist erklärte mir einige Tage später, dass genau an dieser Stelle wohl ein toter Winkel des Überwachungssystems gewesen sein muss. Denn sonst würden sich die Taschendiebe solch einen dreisten Auftritt an einem so stark frequentierten Ort nicht mehr trauen. Und sie verschwanden genau zu dem Zeitpunkt, als ich wieder in den Bereich einer Kamera kam. Eine Woche später traf ich an gleicher Stelle eine ältere Dame aus den USA, die mir völlig aufgelöst und in Tränen berichtete, dass man ihr am Cardo ihre Handtasche, all ihr Geld und ihre Flugtickets gestohlen habe. Diese Episode blieb bis heute einmalig. Natürlich muss man immer ein gewisses Maß an Vorsicht walten lassen. Aber solche Erfahrungen kann man genauso gut in jeder europäischen Großstadt machen.

Das jüdische Viertel ist in meinen Augen das gepflegteste und auch das schönste der Altstadt. Das mag durchaus daran liegen, dass seit 1967 die jüdischen Gemeinden zurückgekehrt und viel neugebaut und saniert haben. So auch die Hurva-Synagoge am Hurva-Platz, die erst seit einigen Jahren wieder in neuem Glanz erstrahlt. Das Original wurde 1948 von der jordanischen Legion gesprengt. Während des Unabhängigkeitskrieges rangen Israelis und Jordanier erbittert um die Jerusalemer Altstadt. Ein Spaziergang durch das jüdische Viertel kann sehr entspannend sein. Es ist viel heller und mitunter auch freundlicher, als das christliche oder muslimische Viertel. Die Häuser sind meist schön mit blühenden Blumen geschmückt und es ist auch nicht so laut wie beispielsweise entlang der Via Dolorosa. Das ändert sich freilich, je näher man der Klagemauer kommt. Vor allem montags und donnerstags, wenn im ganzen jüdischen Viertel Bar Mitzwa gefeiert wird. Jungen im Alter von 13 Jahren haben dann ihre religiöse Volljährigkeit erreicht. Das feiert die ganze Familie mit Musik, Gesang, Süßigkeiten und einem Gang zur Klagemauer.

Das jüdische Viertel in der Jerusalemer Altstadt hat außerordentlich pittoreske Seiten. Es ist an vielen Stellen sehr viel heller und einladender, als es die drei anderen Viertel sein können (Foto: B. Glumm)

Das jüdische Viertel in der Jerusalemer Altstadt hat außerordentlich pittoreske Seiten. Es ist an vielen Stellen sehr viel heller und einladender, als es die drei anderen Viertel sein können (Foto: B. Glumm)

Es gibt insgesamt drei Zugangsmöglichkeiten zum Platz vor der Klagemauer. Kommt man vom jüdischen Viertel, dann geht man einige Treppen hinunter. Es kann dort durchaus zu Wartezeiten mit längeren Schlangen kommen. Je nachdem, an welchem Tag und zu welcher Tageszeit man dort erscheint. An jedem Eingang wird man kontrolliert und die Taschen werden durchleuchtet. An diese Praxis sollte man sich in Israel ohnehin gewöhnen und sie auch als sinnvoll erachten. Vor der Klagemauer ist heute ein sehr großer Platz. 1967 war dieser noch komplett mit Wohnhäusern bebaut. Nur ein ganz schmaler Raum blieb den wenigen Juden zum Gebet an der Mauer. Als Israel die Altstadt übernahm, wurde kurz darauf das gesamte Viertel abgerissen. Seitdem passen mehrere tausend Menschen vor die Klagemauer. Eigentlich heißt die Klagemauer Westmauer. Für Israelis ist sie sowieso nur „Kotel“ (Mauer). Die Klagemauer ist der letzte Rest des herodianischen Tempels, der einst auf dem Tempelberg thronte und im Jahr 70 n. Chr. von den Römern im Zuge der Einnahme Jerusalems zerstört wurde.

Da die Juden keinen Tempel mehr haben und auch auf dem Tempelberg nicht beten können, müssen sie sich mit dem noch vorhandenen Rest des Tempels „begnügen“. Und das ist die westliche Stützmauer. Die Mauer ist auch kein Ort der Klage. Insofern ist die deutsche Bezeichnung nicht nur schlecht, sondern schlichtweg falsch. Zur eigentlichen Mauer gibt es zwei direkte Zugänge. Ganz links ist der Eingang für die Männer. Auf der rechten Seite kommen die Frauen in ihren Bereich. Das Areal für die männlichen Gläubigen ist dabei um einiges geräumiger. Sobald man den Eingangsbereich passiert hat, muss man als Mann den Kopf bedecken. Kippot werden kostenlos am Eingang zur Verfügung gestellt. Ein normaler Hut tut es aber auch. Nichtjuden ist der Zugang zur Klagemauer problemlos möglich. In die Ritzen der Mauer stecken Juden ebenso wie Andersgläubige kleine Zettel. Diese werden jiddisch Kwittelchen genannt. Darauf stehen Wünsche und Nachrichten an Gott. Die Ritzen sind immer proppevoll mit Kwittelchen und auch auf dem Boden vor der Mauer liegen sie stets herum, da sie aus den vollgestopften Ritzen rausfallen. Die Zettel werden aber regelmäßig aus den Ritzen gepult und vom Boden aufgesammelt, um dann auf dem Ölberg vergraben zu werden. Nachrichten an Gott sind heilig und dürfen nicht verbrannt werden!

Kwittelchen nennen sich die kleinen Notizzettel, die man in die Ritzen der Klagemauer steckt. Darauf schreibt man Wünsche und Nachrichten an Gott. Später werden diese auf dem nahen Ölberg vergraben (Foto: B. Glumm)

Kwittelchen nennen sich die kleinen Notizzettel, die man in die Ritzen der Klagemauer steckt. Darauf schreibt man Wünsche und Nachrichten an Gott. Später werden diese auf dem nahen Ölberg vergraben (Foto: B. Glumm)

Fromme Männer an der Klagemauer. Früh morgens sind hier noch sehr wenige Touristen und die Gläubigen haben die Mauer noch für sich. Männer - ganz gleich ob Jude oder nicht - müssen ihren Kopf bedecken, um vor die Mauer treten zu dürfen (Foto: B. Glumm)

Fromme Männer an der Klagemauer. Früh morgens sind hier erst sehr wenige Touristen und die Gläubigen haben die Mauer noch für sich. Männer – ganz gleich ob Jude oder nicht – müssen ihren Kopf bedecken, um vor die Mauer treten zu dürfen (Foto: B. Glumm)

Ich habe in den letzten Jahren viel Zeit an der Klagemauer verbracht. Einfach nur dort sitzen, die gläubigen Menschen beobachten und die Mauer auf sich wirken zu lassen ist für mich immer wieder ein Erlebnis. Ähnlich wie bei der Grabeskirche hat das weniger religiöse Gründe, als vielmehr historische. Aber auch die Menschen zu sehen, die so viele Emotionen, so viele Hoffnungen und vielleicht auch Erwartungen auf einen vergleichsweise kleinen Ort projizieren, beeindruckt mich immer wieder. Dabei liegen zwischen dem heiligen Anspruch und der Realität auch an der Klagemauer oftmals Welten. Genau wie in und um die Grabeskriche. Lautstarke Streitereien zwischen Gläubigen sind auch an der Klagemauer keine Seltenheit. Ich erinnere mich auch gerne an den alten orthodoxen Juden, der vor der Klagemauer auf und ab lief. Der graue Bart ungepflegt, den schwarzen Hut tief ins Gesicht gezogen. Das weiße Hemd unter dem tiefschwarzen Sakko voller Flecken und halb aus der Hose hängend, marschierte er – aus einem kleinen Buch wahrscheinlich Thoraverse grummelnd rezitierend – an mir vorüber. Dabei ließ er derart laut Winde wehen, dass ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Die Szene war einfach zu komisch. Ihn interessierte das nicht und er drehte weiter seine Runden. Den Blick nur in sein Büchlein gerichtet.

Ich kann mir nicht vorstellen, Jerusalem im Rahmen einer Reisegruppe zu besuchen. Wenn man sieht, in welcher Affengeschwindigkeit diese Touristen-Gruppen durch die jeweiligen Besuchsziele gepeitscht werden, bekommt man fast schon Mitleid. Auf diese Weise lernt man die Stadt auf keinen Fall kennen. Das gilt selbstverständlich auch für einen Besuch auf dem Tempelberg, der exakt über der Klagemauer gelegen ist. Auf diesen kommt man als Nicht-Moslem jedoch nur über ein einziges Tor. Und das Marokkotor kann wiederum nur über eine Holzbrücke aufgesucht werden, die weit in den Platz vor der Klagemauer hineinreicht. Um den Zugang zur Brücke zu erreichen, muss zu allererst der Bereich der Klagemauer wieder verlassen werden. Und zwar via des Ausgangs in Richtung Dungtor. Hat man die Drehtür hinter sich gelassen, biegt man scharf links ab und steht erstmal wieder in einer Schlange. Ein Besuch des Tempelbergs ist nicht so einfach. Nur vormittags ist das für wenige Stunden für Ungläubige möglich. Wenn überhaupt, denn oft genug schließen die israelischen Behörden den Tempelberg aus Sicherheitsgründen komplett. Freitags werden Besucher ohnehin nicht eingelassen. Bevor man die Brücke betreten darf, muss auch hier eine Sicherheitsschleuse passiert werden. Diesmal werden allerdings nicht nur Taschen kontrolliert und Rucksäcke durchleuchtet. Mir wurde beispielsweise auch einmal die Frage gestellt, ob ich eine Bibel dabei hätte. Nichts fürchten die israelischen Sicherheitskräfte mehr als Nicht-Moslems, die auf dem Tempelberg im Bereich des Felsendoms beten. Sehr viel könnte dann passieren, was sich auf den ganzen Nahen Osten auswirken könnte.

Vor 1967 war der Platz vor der Klagemauer dicht bebaut. Rechts sieht man die Holzbrücke, die zum Marokkotor führt. Schon länger wird in Israel darüber diskutiert, das Provisorium endlich gegen eine echte Steinrampe einzutauschen (Foto: B. Glumm)

Vor 1967 war der Platz vor der Klagemauer dicht bebaut. Rechts sieht man die Holzbrücke, die zum Marokkotor führt. Schon länger wird in Israel darüber diskutiert, das Provisorium endlich gegen eine echte Steinrampe auszutauschen (Foto: B. Glumm)

Dann darf man endlich die Brücke betreten, die zum Marokkotor führt. Der ganze Bereich dort wird strengstens bewacht. Israelische Polizei ist dort in enormer Mannstärke präsent. Und das zu jeder Zeit. Oben am Eingang zum Tempelberg wird man noch einmal kontrolliert. Aber nicht mehr von der israelischen Polizei. Jetzt wird man von Angehörigen der Waqf gemustert. Die Waqf ist eine Art islamischer Verwaltungsapparat, der den Tempelberg autonom führt und das Hausrecht ausübt. Die israelische Polizei stellt sicher, dass dort oben alles mit rechten Dingen zugeht und wirklich jeder den Tempelberg besuchen darf. Und wenn es auch nur die zwei Stunden vormittags sind. Die Waqf-Posten am Eingang achten vor allem auf die strengen Bekleidungsvorschriften. Während es die Typen bei Männern nicht so genau nehmen, werfen sie naturgemäß ein besonderes Auge auf die Frauen. Vor allem westliche Besucherinnen entsprechen mit ihrem Urlaubsdress oftmals nicht dem Bekleidungskodex. Regelrechte Dramen können sich deshalb am Eingang zum Tempelberg abspielen. Touristinnen spazieren nichts ahnend durch das Tor, die Wächter verfolgen sie wild gestikulierend und arabische Worte rufend. Die gemeinten Frauen ergreift die Angst und ihr Schritt wird schneller, werden eingeholt und bekommen am Ende doch nur ein Stück Stoff um die Schulter gelegt. Freie Schultern und zu kurze Röcke sind auf dem Tempelberg nicht gewünscht. Entsprechende Textilien kann man sich am Eingang leihen.

Hat man auch diese Hürde genommen, ist man endlich angekommen und kann sich in Ruhe auf dem Tempelberg umschauen. Und auch nur dort. Als Jude oder Christ kommt man in die Gebäude nicht hinein. Die Türen zum Felsendom und auch zur al-Aqsa-Moschee bleiben für Nicht-Moslems geschlossen. Die Moschee ist das erste große Gebäude, das man auf der rechten Seite sieht. Wie fast alles in der Stadt, hat auch die al-Aqsa-Moschee eine Wagenladung an Geschichte auf Lager. Gebaut im frühen 8. Jahrhundert wurde sie später von den Kreuzrittern als Königspalast genutzt und war später Gründungsort und Hauptquartier des Templerordens. Nicht wenige Kreuzfahrer hielten 1099 die al-Aqsa-Moschee für König Salomos Ställe und den Felsendom für den jüdischen Tempel selbst. Besser wussten es damals nur die Adligen und natürlich die Geistlichen des Ersten Kreuzzuges. Rund um die al-Aqsa-Moschee kommt es nach dem Freitagsgebet öfter zu schweren Krawallen. Das erklärt die starke Polizeipräsenz auch auf dem Tempelberg selbst. Dieser ist sehr aufgeräumt und ein echtes Kleinod. Die Grünanlagen werden gehegt und gepflegt, auch wenn man den Wassermangel hin und wieder sehen kann. Überall sitzen Frauen und Männer (getrennt voneinander) und gehen ihren Tätigkeiten nach, beten oder unterhalten sich einfach. Der Tempelberg ist der drittheiligste Ort des Islam. Moslems glauben, dass ihr Prophet Mohammed dort zum Himmel aufgefahren ist.

In den Felsendom kommt man als Christ oder Jude nicht hinein. Sollte man es dennoch versuchen, muss man am Eingang mit Fachfragen zum Islam rechnen. Die goldene Kuppel hat das eindrucksvolle Gebäude erst seit rund 60 Jahren. Im Vordergrund steht der kleinere Kettendom. (Foto: B. Glumm)

In den Felsendom kommt man als Christ oder Jude nicht hinein. Sollte man es dennoch versuchen, muss man am Eingang mit Fachfragen zum Islam rechnen. Die goldene Kuppel hat das eindrucksvolle Gebäude erst seit rund 60 Jahren. Im Vordergrund steht der kleinere Kettendom (Foto: B. Glumm)

In der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg war im Mittelalter der Templerorden beheimatet. Vorher residierte dort Balduin I., Regent des Königreichs Jerusalem. Für den Islam sind Tempelberg mit Felsendom und Moschee der drittheiligste Ort nach Mekka und Medina (Foto: B. Glumm)

In der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg war im Mittelalter der Templerorden beheimatet. Vorher residierte dort Balduin I., Regent des Königreichs Jerusalem. Für den Islam ist der Tempelberg mit Felsendom und Moschee der drittheiligste Ort nach Mekka und Medina (Foto: B. Glumm)

Leider kommt man auch nicht in den Felsendom. Wer es als Nicht-Moslem trotzdem versucht, der wird am Eingang mit Fachfragen zum Islam konfrontiert, wenn er nicht direkt abgewiesen wird. Der Felsendom prägt Jerusalems Skyline. Die goldene Kuppel ist unübersehbar. Golden ist der Felsendom aber erst seit den 1960er Jahren. Vorher war er ähnlich grau wie die Kuppel der al-Aqsa-Moschee. Moslems glauben, dass Mohammed sich vom Felsen zum Himmel hoch fliegend abgestoßen hat. Besagter Felsen war den Juden schon immer heilig. Die jüdischen Tempel standen dort und die Bundeslade soll an dieser Stelle aufbewahrt worden sein. Gläubige Moslems und zahlreiche Touristen vermischen sich heute auf dem Plateau des Tempelbergs. Dass das den Hausherren nicht wirklich schmeckt, bemerkt man spätestens dann, wenn die Besuchszeiten für Ungläubige vorüber sind. Büttel in Warnwesten durchstreifen dann das gesamte Gelände und komplimentieren jeden Besucher, der nicht wie ein Moslem aussieht, recht unhöflich und laut vom Tempelberg. Es ist kein Geheimnis, dass die Waqf es gerne untersagen würde, dass Ungläubige überhaupt auf den Tempelberg dürfen.  Zwar kommt man als Nicht-Moslem nur über einen einzigen Eingang auf den Tempelberg. Hinaus kann man sich eines der zahlreichen Tore dann aussuchen, jedes wird von Waqf-Mitarbeitern aufmerksam bewacht. Gleich mehere Ausgänge führen direkt zurück in die Altstadt. Ein anderer auf die Via Dolorosa in die Nähe des Löwentors. Macht man sich auf den Weg zum Ölberg, dann sollte man diesen Ausgang nehmen.

Fortsetzung folgt

© Fotos und Text Bastian Glumm – Alle Rechte vorbehalten

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2 Antworten to “ירושלים – Jerusalem – Teil 2”

  1. Neuköllner Botschaft Says:

    Kippot ?

  2. Zeilentitan Says:

    Danke für den Hinweis 😉

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