Archive for Oktober 2014

Überstürzte Flucht aus Jerusalem

Oktober 30, 2014

Die Straßenbahn in Jerusalem hat Vor- und Nachteile. Einer der großen Vorteile ist beispielsweise, dass sie nur eine einzige Linie bedient. Denn mehr gibt es in Jerusalem noch nicht. Also kann man sich nicht groß vertun und eigentlich auch nicht verfahren. Einer der Nachteile ist, dass die Bahn zu manchen Uhrzeiten derart überfüllt ist, dass ich lieber zu Fuß meinen Weg durch die Heilige Stadt gesucht habe. Überfüllung und nur eine Linie dürften hier kausal zusammenhängen. Als ich mir auf dem Herzlberg die Gräber der großen israelischen Staatenlenker angeschaut habe, kam ich dort aber bestens mit der Straßenbahn hin.
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Nur 25 Kilometer

Oktober 24, 2014

Es ist kurz vor 7 Uhr morgens in Solingen. Wie jeden Tag steige ich in meinen Wagen. Ende Oktober und morgens um diese Zeit ist es noch stockdüster. Ich ahne, was mich jetzt wieder erwartet. Wie fast jeden Tag. Ich pendle nach Düsseldorf. 25 Kilometer sind es bis zu meiner Arbeitsstelle. Nicht sehr viel, mag man da leichtfertig denken. Sowas reißt man doch in 20 Minuten ab, nicht wahr? Wie lang 25 Kilometer wirklich sein können, wissen viele Tausend Solinger Pendler, die sich Tag für Tag auf den Weg in die Landeshauptstadt und anderswo machen. Ich bin einer von ihnen.
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Der tiefe Graben in Hebron

Oktober 20, 2014

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Wie nähert man sich einer Stadt wie Hebron? Nicht räumlich, sondern emotional und inhaltlich? Grundvoraussetzung dafür: Man muss empfänglich für alles sein und darf auf gar keinen Fall seine Scheuklappen im Gepäck haben. Man muss sein Hirn benutzen, sich seine eigene Meinung bilden. Aufmerksam beobachten, zuhören und sich die Wahrheit Stück für Stück zusammenbasteln. Wie ein Mosaik. Denn Hebron ist kompliziert. Hebron versucht zu täuschen und zu belügen. Hebron ist Frontstadt. Hebron liegt in Israel. Genauer gesagt in der Westbank. Oder in Judäa und Samaria, wie die jüdischen Bewohner ihre Region dort selbst nennen. Im vergangenen Jahr habe ich der Stadt Hebron erstmals einen Besuch abgestattet. Damals noch im Rahmen einer geführten Tour. Jetzt, Anfang Oktober 2014, war ich erneut dort. Ganz alleine und ungeführt machte ich mich am frühen Morgen vom Jerusalemer Busbahnhof auf den Weg in eine Großstadt, die polarisiert und der Innbegriff eines Konfliktes ist, der auch und vor allem in Hebron Tag für Tag mit innigem Hass ausgefochten wird.

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Wohnen in der Wüste

Oktober 18, 2014

Bevor ich so richtig in die Tasten hauen werde, vorweg mein erster kleiner Filmclip. In Mitzpe Ramon habe ich via Airbnb ein ganzes Haus gemietet, da mich die Fotos damals so angelächelt haben. Und was soll ich sagen, diese Unterkunft war ein echter Volltreffer. Am Rand von Mitzpe Ramon gelegen, fand man im Hinterhof des Hauses bereits die Wüste Negev vor. Vermieter Avital hat übrigens alles selbst gebaut. Das Haus sowieso und auch alle Möbel, die man kaufen kann. Was man allerdings unbedingt braucht, das ist ein Auto. Zwar ist der öffentliche Personennahverkehr in Israel einsame Spitze. Aber in Mitzpe Ramon und in der Wüste mit ihrem gigantischen Ramon-Krater würde ich nicht auf ein Auto verzichten wollen. Drei Nächte waren wir dort und es war eine tolle Zeit. Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr dort noch einmal absteigen kann. Viel Spaß bei meinem kleinen Filmchen!

Die Musik im Film ist von Dr. Christoph Glumm und eine instrumentale Version des Songs „Nichts ist vergebens“ aus dem Album „Auf meinem Weg“. Hier zu beziehen: Auf meinem Weg

Grüße aus Israel

Oktober 8, 2014

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Kaum zu glauben, aber eben kam hier in Mitzpe Ramon ein echter Regen runter. In ganz Israel ist derzeit echtes Wetter mit Donner, Blitz und viel Regen. Morgen sieht die Sache aber wieder anders aus. Ich wollte nur allen meinen Lesern die besten Grüße aus dem Heiligen Land schicken. Seit knapp zwei Wochen bin ich hier unterwegs und kann schon jetzt versprechen, dass es bald wieder tolle Geschichten und nette Fotos geben wird. Auch den einen oder anderen Filmclip werde ich dann noch raushauen. Bis dahin müssen wir uns alle aber noch ein wenig in Geduld üben. Also, bis recht bald. Man liest sich 🙂

Foto: B. Glumm


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