Archive for the ‘Deutschland’ Category

Nur 25 Kilometer

Oktober 24, 2014

Es ist kurz vor 7 Uhr morgens in Solingen. Wie jeden Tag steige ich in meinen Wagen. Ende Oktober und morgens um diese Zeit ist es noch stockdüster. Ich ahne, was mich jetzt wieder erwartet. Wie fast jeden Tag. Ich pendle nach Düsseldorf. 25 Kilometer sind es bis zu meiner Arbeitsstelle. Nicht sehr viel, mag man da leichtfertig denken. Sowas reißt man doch in 20 Minuten ab, nicht wahr? Wie lang 25 Kilometer wirklich sein können, wissen viele Tausend Solinger Pendler, die sich Tag für Tag auf den Weg in die Landeshauptstadt und anderswo machen. Ich bin einer von ihnen.
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Judenhass feiert gruselige Renaissance

Juli 22, 2014

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Morgens auf dem Weg zur Arbeit höre ich ganz gern mal WDR 5. Keine Werbung, eine unaufgeregte Präsentation des Programms und meist recht fundierte Reportagen. Im Grunde genau das Richtige, um morgens nicht direkt schlechte Laune zu bekommen. Regelmäßig hat der Sender eine Presseschau im Programm. Dort wird die Berichterstattung der großen deutschen Zeitungen zu bestimmten Themen zusammengefasst und vorgetragen. Jetzt war also mal wieder Israel an der Reihe. Um genau zu sein: Die Leitartikel rund um die antisemitischen Ausfälle in deutschen Großstädten in den vergangenen Wochen. Auffällig dabei ist der Umstand, dass manche Zeitungen den Terminus „Antizionismus“ noch immer derart gegen einen Antisemitismusvorwurf verteidigen, dass sie selbst nicht mehr bemerken, wie sehr sie den Weg der objektiven Berichterstattung verlassen haben. Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass sie sich ertappt fühlen.

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Berlin – ברלין

April 11, 2014

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Eigentlich ist mein Namensgedächtnis ja nicht das schlechteste. Jetzt aber wurde es gehörig auf die Probe gestellt. An den ersten beiden Tagen des Besuchs der fünf israelischen Kollegen hatte ich echte Schwierigkeiten, Noam von Naomi und die beiden Yorams auseinanderzuhalten. Nur Yifzhak kam ohne Namensvetter nach Berlin, so dass ich zumindest ihn bereits am Montag namentlich zuordnen konnte. Auf Einladung des Pressenetzwerkes für Jugendthemen aus Bonn, dürfte ich den offiziellen Besuch der fünf israelischen Kolleginnen und Kollegen in Berlin mit der Kamera begleiten, was Organisator Jörg Wild dankenswerterweise möglich machte. Los ging es also montags im Motel One am Moritzplatz im pittoresken Berlin-Kreuzberg.

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Zum Abi nach Israel

März 7, 2014

Es gibt diese Momente, in denen Julia Kritschmar besonders viel Überzeugungsarbeit leisten muss. Da können die Argumente noch so gut sein, manchmal beisst sie anfänglich einfach auf Granit. „Jüdische Mütter geben ihre Kinder halt nur ungern her“, schmunzelt die Berlinerin. Und auch so manche Gemeinde begegnet der Repräsentantin des Naale-Programms im deutschsprachigen Raum zuweilen etwas reserviert. Das aber vollkommen unbegründet, wie Julia Kritschmar klar stellt: „Wir nehmen niemandem sein Kind weg“. Rund 15.000 junge Menschen haben seit dem Start des Programms ihren Weg aus der Diaspora nach Israel gefunden, um dort ihr Abitur zu machen. Und das ganz ohne Eltern! Aus Deutschland kommen jährlich rund zehn Teenager nach Eretz Israel. Zukünftig sollen es noch mehr werden. „An diesem Programm nehmen 26 Schulen teil, die alle mit Internaten verbunden sind. Die Kinder werden dann in Israel die 10., 11. und 12. Klasse durchlaufen“, erklärt Julia Kritschmar.
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Mai 2011 – Yad Vashem

Februar 10, 2014

(bgl) Jerusalem im Mai 2011Mir war natürlich von Anfang an klar, dass auch diese Reise nicht komplett so verlaufen wird, wie ich sie geplant habe. Das wäre ja auch schon zu unheimlich. Wie sagte Moltke so schön: „Der beste Plan hält nur bis zum ersten Feindkontakt!“ Es war geplant bzw. ich hatte in Deutschland schon einen Tagesausflug nach Nazareth gebucht. Und natürlich auch schon bezahlt. Ich hätte also morgens um sechs Uhr an einem „Panorama Hotel“ beim Damaskustor warten sollen, dort würde man mich abholen. So hat man es mir schriftlich mitgeteilt. Klingt zunächst einmal gut, nur gibt es dort weit und breit kein „Panorama Hotel“, was ich nach einstündiger Suche in den frühen Jerusalemer Morgenstunden im Antlitz meines Schweißes entsetzt feststellen musste (später konnte ich herausfinden, dass es ein „Dan Panorama Hotel“ am anderen Ende der Stadt gibt). Ich habe daraufhin meine Suche abgebrochen, bin zurück zum Österreichischen Hospiz gehetzt und habe der Firma direkt eine Mail nach Haifa geschickt und darum gebeten, mir einen anderen Termin für diese Woche zu geben. Diesen bekam ich dann glücklicherweise einen Tag später und alles war dann am Ende doch noch gut.

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Die Feder ist einfach mächtiger! -Teil 2-

Februar 6, 2014

Es gab zwei Phasen während meiner Bundeswehrzeit, die ich als überwiegend sorglos bezeichnen würde. Da war zum einen der Unteroffizierlehrgang in München im Sommer 1994, der mehr einem Urlaub, als einer fordernden Ausbildung glich. Und jene Zeit im Herbst 1994, als ich als frischer Unteroffizier in Düren im Sanitätsbereich eingesetzt war. Damals hatten wir einen wehrpflichtigen Stabsarzt. Ein vollkommen harmloses Kerlchen. Und einen Gast-Feldwebel aus Hamm, der unseren Laden ganz hervorragend geschmissen hat. Leider währte diese Periode nur bis zum Dezember 1994. Im Januar 95 wurde auf einmal alles anders.

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Die Feder ist einfach mächtiger! -Teil 1-

Dezember 19, 2013

Es sind jetzt auf den Tag genau fast 20 Jahre vergangen, seit ich an jenem Dezembertag im Jahr 1993 die Paracelsus-Kaserne in Hamm verlassen habe. Damals holte mich mein Herr Papa aus dem westfälischen Standort ab und fuhr mich quer durch Nordrhein-Westfalen zu meiner neuen Kaserne nach Düren im Rheinland. Das liegt ungefähr in der Mitte zwischen Köln und Aachen. Ich war 17 und hatte keinen Führerschein. Seit drei Monaten war ich freiwillig bei der Bundeswehr. Ich hatte meine Grundausbildung im Sanitätsbataillon 7 in Hamm hinter mir. Zwölf Wochen infanteristische Ausbildung und unzählige Lehrstunden in Erster Hilfe, Kriegsmedizin und Anatomie. Vor mir lagen nun mehr als dreieinhalb Jahre Dienst in der Bundeswehr. Um es direkt zu sagen: Dieses Jubiläum ist nur ein Grund, warum ich mich in letzter Zeit mal wieder gedanklich etwas intensiver mit meiner Bundeswehrzeit beschäftigt habe.

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Israelkongress 2013 in Berlin

Dezember 1, 2013
Der Israelkongress fand zum dritten Mal statt, erstmals in Berlin. Veranstaaltungsort war das bcc am Alexanderplatz

Der Israelkongress fand zum dritten Mal statt, erstmals in Berlin. Veranstaltungsort war das bcc am Alexanderplatz

In Berlin kann ich ja eigentlich nicht oft genug sein. Ich liebe diese Stadt. Sie ist für mich zweite Heimat. Bin ja auch zu 50 Prozent Berliner. Und das schöne an Berlin ist, dass ich niemals in unpersönlichen Hotels zu nächtigen brauche. Für mich steht bei lieben Freunden immer eine Tür offen, was ich sehr zu schätzen weiss. Die Nähe meines “Wohnortes” im Prenzlauer Berg zum Zentrum Berlins ist ein weiterer unschlagbarer Standortvorteil. Zu Fuß braucht man von der Prenzlauer Allee bis zum Alex ungefähr eine Viertelstunde. Dementsprechend unkompliziert war also auch meine Anreise zum Berliner Congresscenter (bcc) am Alexanderplatz, wo im November 2013 der dritte Israelkongress stattfand. Das bcc und das “Haus des Lehrers” ist mir als Veranstaltungsort keineswegs unbekannt. Vor einigen Jahren war ich dort beruflich bei einer Veranstaltung der Deutschen Energieagentur (dena).
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Schätzen, Sinieren, Syrien

September 5, 2012

Bemüht man Google-Maps, dann wird man feststellen, dass es von Kairo nach Damaskus eigentlich so weit gar nicht ist. Um die 650 Kilometer. Jerusalem in Israel ist da räumlich schon erheblich näher dran. Nur rund 220 Kilometer trennen die Hauptstädte der beiden Todfeinde Syrien und Israel. Das klingt alles recht nah beieinander, doch wenn es um die Berichterstattung deutscher Medien aus dem Nahen Osten geht, dann scheinen Zeit und Raum keine Rolle zu spielen.

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